Bartgeier

Der Bartgeier ist einer der eindrücklichsten Greifvögel der Alpen und mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,8 Metern zugleich einer der grössten Vögel Europas.

Er besiedelt hochalpine Regionen mit Felswänden, Schluchten und offenen Landschaften. Anders als viele andere Greifvögel ernährt sich der Bartgeier fast ausschliesslich von Knochen verendeter Tiere. Grössere Knochen lässt er aus grosser Höhe auf Felsen fallen, um sie zu zerschmettern – daher stammt auch sein früherer Name „Lämmergeier“.

Sein rostrotes Brustgefieder entsteht nicht durch Pigmente, sondern durch das Einfärben mit eisenhaltigem Staub in sogenannten „Färbebädern“. Jungvögel sind zunächst dunkel gefärbt und erreichen ihr adultes Erscheinungsbild erst nach mehreren Jahren.

In der Schweiz war der Bartgeier Anfang des 20. Jahrhunderts ausgerottet. Durch internationale Wiederansiedlungsprojekte kehrt er seit den 1980er-Jahren langsam in die Alpen zurück. Heute ist er wieder regelmässig im alpinen Raum zu beobachten – ein Beispiel dafür, dass Artenschutz langfristig Wirkung zeigen kann.

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