Wilde Sense

Zwischen dem Kanton Bern und Freiburg schlängelt sie sich wild und ursprünglich durch ihre Schlucht. Mal ruhig über breite Kiesbänke, mal kraftvoll und laut zwischen Felsen. Genau diese Unberechenbarkeit macht ihren Charakter aus.

Auf meinem Arbeitsweg überquere ich sie jeden Tag. Je nach Jahreszeit zeigt sie sich anders: Im Frühling oft milchig vom Schmelzwasser, im Sommer glasklar mit türkisfarbenen Gumpen, im Herbst eingerahmt von warmen Laubtönen und im Winter still und reduziert.

Die Sense ist für mich mehr als nur ein Fluss. Sie ist ein Ort der Beobachtung. Vögel Kiesbänke im Morgenlicht oder Nebelschwaden im Sensegraben – hier entstehen Bilder, die vom Zusammenspiel von Wasser, Licht und Landschaft leben.

Gerade weil ich sie täglich sehe, nehme ich ihre Veränderungen besonders bewusst wahr. Hochwasser, neue Uferlinien, verschobene Kiesinseln – die Sense ist nie gleich. Und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb ich immer wieder zurückkomme.

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